Es gibt bei mir mittlerweile eine jahrelange Tradition nach Weihnachten, die sich mehr oder minder um ein paar Tage verschiebt, aber ansonsten immer gleich abläuft: "Zwischen den Jahren" lege ich einige Tage des Gammels bis Silvester oder kurz nach Silvester ein. Diese äußern sich meist in mehreren Tagen ohne Dusche und ausschließlich im Schlaf- oder Jogginganzug.
Vor zwei Jahren lernte ich dabei auch meinen jetzigen Exfreund kennen. Ich war umgezogen und wir standen im regen Austausch, weil er mein altes Zimmer übernehmen wollte und weil der Kontakt so nett war, lud ich ihn zu meiner WG-Silvester-Party ein. Der einzige Fehler war: Er wusste, wo sie stattfand, aber nicht wann und hatte auch leider keine Handynummer von mir. Deswegen kam es, dass ich wohlwollend und freizügig in den Tagen des Gammels nach Weihnachten war und die jahresendzeitliche Dusche bis kurz vor die Party gelegt hatte. Mein Gesicht war fettig, meine Haare auch und mein Outfit war dementsprechend, als es an der Tür spontan klingelte und er davor stand, um sich nach den genauen Daten für die Party erkundigte. Geklappt hat es mit uns trotz allem, zwar nur für wenige Jahre, aber immerhin. Das Bild muss ihn wohl nicht abgeschreckt haben.
In den Tagen des Gammels komme ich erstmal zur Ruhe und "sammle" neue Kraft für das neue Jahr. Das bedeutet, dass ich zuerst in meinem Geschenke- und Klamottenchaos lebe und dann langsam aber sicher alles sortiere, aufräume und gründlichst putze. Außerdem gehe ich nicht vor die Tür, telefoniere nicht und treffe auch niemanden.
Dieses Jahr hielt ich diese Tage des Gammels erst spät ab, zu einem Zeitpunkt, wo mein jetziger Freund einer dieser für mich nach wie vor seltsamen Winterurlaube fröhnt.
Ich habe es auch tatsächlich geschafft, meinen Kleiderschrank zu sortieren und zu entmüllen, so dass sich über 50% der Klamotten sich dieses Mal wirklich verschieden durften und nicht wie die Jahre zuvor in die Sparte "Falls ich mal alte Klamotten zum Streichen brauche" und "Eigentlich ganz hüsch, zieh´ ich bestimmt wieder an" schob.
Hier ein Teil und das tolle Vorher-Nachherbild:
Im Nachhinein sieht das Vorherbild natürlich erschreckend aus, aber glaubt mir, es hatte System!
Außerdem habe ich diversen anderen Hobbies gefröhnt, wie der Zeichnerei, den Dokumentationen und Reportagen und dem Lesen. Mein Ziel, das Buch "Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" zu Ende zu lesen ist mir heute, nach 4 Tagen gelungen und ein wenig stolz bin ich damit auch, weil ich damit alles erledigt habe, was ich mir vorgenommen habe.
Zu dem habe ich die zerrissene Hose meines Freundes zu einem hübschen New-School-Rock umgenäht, den ich heute auch ausführen möchte (stufenweise Resozialisation nenne ich den ersten Weg nach draußen).
Vorsätze habe ich eigentlich schon lange aufgegeben, allerdings hänge ich weiterhin an folgenden Zielen dran, bzw. habe ich neu erschaffen:
- Augenbrauen natürlich schön werden lassen. Wie ich das allerdings hinbekommen soll, ist mir noch ein Rätsel.
- Soweit abnehmen, damit ich endlich wieder in die vielen Jeans in meinem Schrank passe!
- Tagebuch schreiben.
Soweit, so gut!
Alphamenschlein
Mittwoch, 4. Januar 2012
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Viele neue Bücher!
...aber leider keine Zeit zum Lesen! Habe beschlossen, dass ich erst zwei Bücher fertig lesen werde, bevor ich ein neues anfange! Das Dunkelbuch konnte ich letzte Woche vollenden und Der Knacks ist heute Abend vor der Arbeit hoffentlich dann auch fertig. Denn ich konnte nicht widerstehen! Bücher kaufen auf Amazon ist einfach hinterlistig! Wie, 3 Bücher für nur 35€? Na dann... Und schon ist man in der Falle... ! Und es sind doch 4 Bücher geworden:
Mit diesen wunderhübschen Rosen wurde ich heute dann auch noch von meinem Liebsten überrascht - hach, ist das Leben nicht wunderbar! Ich werde noch ein sülziges Gedicht schreiben, als Dank... die Freude liegt dabei vermutlich ganz meinerseits!
Bald erbe ich auch die alte Kamera meines geliebten Brüderleins und dann werden hier erstmal nur (so vermute ich) Fotos zu sehen sein! Freuet euch also mit mir...
Mit diesen wunderhübschen Rosen wurde ich heute dann auch noch von meinem Liebsten überrascht - hach, ist das Leben nicht wunderbar! Ich werde noch ein sülziges Gedicht schreiben, als Dank... die Freude liegt dabei vermutlich ganz meinerseits!
Bald erbe ich auch die alte Kamera meines geliebten Brüderleins und dann werden hier erstmal nur (so vermute ich) Fotos zu sehen sein! Freuet euch also mit mir...
(Hier noch ein sinnloses Bild mir,
um dem Post mehr "Dichte" zu geben)
Donnerstag, 8. Dezember 2011
Winter
Vor einigen Wochen stellte ich mal wieder fest, wie spießig einen Kälte werden lässt. Da stellt sich natürlich sofort die Frage, ob Menschen, die grundsätzlich spießig sind, auch ein wenig Kälte im Sommer mit sich rumtragen...
Im Winter ist auf einmal der Tag die Nacht und umgekehrt. Eigentlich verstehe ich das nicht, weil ich mich definitiv als "Sommer-Nacht-Mensch" beschreiben würde. Ich bin meistens nur zum Schlafen daheim, natürlich, wenn die Sonne scheint und es abends und nachts wiederum so warm ist, dass man rumlaufen kann, wie tagsüber. Oder so in der Art.
Aber das ändert sich scheinbar im Alter. Jetzt bin ich lieber daheim, lese mal ein gutes Buch, gebe mich meinen kreativen Talenten hin und genieße die Kälte in meinem warmen, kerzenbeleuchteten Reich.
Und: Es kotzt mich irgendwie an. Warum? Weil wir doch alle genau wissen, würde draußen die Temperatur-Gaudi schlechthin stattfinden, wären wir draußen und würden uns mit Leuten treffen, bis nachts um 4 halbnackt, stockbesoffen und vielleicht auch ein wenig bekifft im Park sitzen und unseren Spass haben, neue Leute kennenlernen und Geschichten erleben, an die man sich später gerne erinnert. Aber das ist es eben. Es ist Winter.
Und: Irgendwie find´ ich´s auch toll. Der Ausgehzwang oder -lust schraubt sich rapide zurück, weil alle ihr warmes Kämmerchen der harten Kälte vor der Tür vorziehen, die Wärme des Partners im Bett lieber genießen, als das damals noch erfrischende Radler im Biergarten und mal wieder die bedeutenderen Dinge in der Vordergrund treten. Zwar finden sich dabei auch gerne mal ein, zwei schwere Gedanken, aber um die Leichtigkeit des Sommeres genießen zu können und schätzen zu wissen, braucht es zwischendurch auch mal den schweren, harten und kalten Winter, der uns zurückbringt, dorthin, wo wir alle früher oder später hinkommen: Auf den Boden der Tatsachen.
Im Winter ist auf einmal der Tag die Nacht und umgekehrt. Eigentlich verstehe ich das nicht, weil ich mich definitiv als "Sommer-Nacht-Mensch" beschreiben würde. Ich bin meistens nur zum Schlafen daheim, natürlich, wenn die Sonne scheint und es abends und nachts wiederum so warm ist, dass man rumlaufen kann, wie tagsüber. Oder so in der Art.
Aber das ändert sich scheinbar im Alter. Jetzt bin ich lieber daheim, lese mal ein gutes Buch, gebe mich meinen kreativen Talenten hin und genieße die Kälte in meinem warmen, kerzenbeleuchteten Reich.
Und: Es kotzt mich irgendwie an. Warum? Weil wir doch alle genau wissen, würde draußen die Temperatur-Gaudi schlechthin stattfinden, wären wir draußen und würden uns mit Leuten treffen, bis nachts um 4 halbnackt, stockbesoffen und vielleicht auch ein wenig bekifft im Park sitzen und unseren Spass haben, neue Leute kennenlernen und Geschichten erleben, an die man sich später gerne erinnert. Aber das ist es eben. Es ist Winter.
Und: Irgendwie find´ ich´s auch toll. Der Ausgehzwang oder -lust schraubt sich rapide zurück, weil alle ihr warmes Kämmerchen der harten Kälte vor der Tür vorziehen, die Wärme des Partners im Bett lieber genießen, als das damals noch erfrischende Radler im Biergarten und mal wieder die bedeutenderen Dinge in der Vordergrund treten. Zwar finden sich dabei auch gerne mal ein, zwei schwere Gedanken, aber um die Leichtigkeit des Sommeres genießen zu können und schätzen zu wissen, braucht es zwischendurch auch mal den schweren, harten und kalten Winter, der uns zurückbringt, dorthin, wo wir alle früher oder später hinkommen: Auf den Boden der Tatsachen.
Dienstag, 6. Dezember 2011
Nachdem ich mich handwerkstechnisch schon durch einige Hobbies zu beschäftigen wusste, bin ich dieses Jahr wieder zurück zu meinen besonders konstant vorhandenen handwerklichen Talenten: Der Zeichnerei. Nicht nur, dass meine ach-so-grazilen Finger mal wieder ein wenig der Übung an und für sich bedurften (man glaubt ja nicht, wie wenig die gesamte Hand nur durch den Laptopgebrauch nicht gefördert wird), denn neue Tattoos sollten erdacht und gezeichnet werden, nein, auch neue (nicht, dass alte überhaupt schon existieren würden) Essays wollte mein geistreicher Kopf in profaner Handschrift von sich geben (was er dann auch tat). Dabei stellte ich allerdings fest, dass ich keine DIN-A-5-Seite schreiben konnte, ohne dass ich dabei einen leichten Krampf in der Hand vorzuweisen hatte. So konnte es nicht weitergehen!
Hatte ich doch letztes Jahr besonders wertvolle und feinfädige Herzschlüsselanhänger durch die Macht meiner Hand erzeugt (haha)...
...so konnte es nicht angehen, dass die Stumpen sich an meinen Armenden dermaßen faul und verkrüppelt zeigen. Nun denn! Nach ein wenig Übung klappte auch der Umgang mit dem Bleistift und die du wertvollen (weil durch schweißerarbeiteten) Kleinode zeige ich euch hiermit:
Hatte ich doch letztes Jahr besonders wertvolle und feinfädige Herzschlüsselanhänger durch die Macht meiner Hand erzeugt (haha)...
...so konnte es nicht angehen, dass die Stumpen sich an meinen Armenden dermaßen faul und verkrüppelt zeigen. Nun denn! Nach ein wenig Übung klappte auch der Umgang mit dem Bleistift und die du wertvollen (weil durch schweißerarbeiteten) Kleinode zeige ich euch hiermit:
Sonntag, 4. Dezember 2011
Lust!
Die Lust am Schreiben steigt in mir mal wieder hoch, so dass es Zeit wird für ein kleines Blog.
Aber wirklich nur ein kleines. Ein bisschen was, wo Platz ist für die kleinen Dinge, die ich erlebe, Bilder, die ich sehe und Gedanke, die ich habe.
Ich freu´ mich ein wenig darauf. Und ihr vielleicht ja auch.
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